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Senioren-Zahnmedizin
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Senioren-Zahnmedizin 7 (2019), Nr. 1     1. Mär. 2019
Senioren-Zahnmedizin 7 (2019), Nr. 1  (01.03.2019)

Seite 15-20


Prothetische Versorgung einer 65-Jährigen mit Bisphosphonat-Anamnese
Weber, Natalie / Wolowski, Anne
Heute sind die Überlebenschancen bei chronischen Erkrankungen und malignen Tumoren deutlich gestiegen. Während vor 20 Jahren Osteoporose in vielen Fällen schnell durch ein hohes Frakturrisiko nahezu zur Immobilität mit erheblich eingeschränkter Lebensqualität führte oder bei Mammakarzinom aufgrund von Osteo-Metastasierungen die Überlebenschancen deutlich gemindert waren, können diese Komplikationen heute gut medikamentös beherrscht werden. Damit scheint die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich gestiegen, aber auch das Risiko, dass die Folgen der Nebenwirkungen der an sich so segensreichen Medikation zum Problem werden. So ist die Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose (BP-ONJ) eine schwere und oft nicht mehr beherrschbare Erkrankung, deren Therapie in vielen Fällen umfangreiche Maßnahmen bis hin zu Kontinuitätsunterbrechungen erforderlich werden lässt.8 Diagnostisch geht man von einer BP-ONJ aus bei Patienten, die im Kopf-Hals-Bereich nicht bestrahlt wurden, anamnestisch angeben Bisphosphonat eingenommen zu haben und bei welchen der Kieferknochen für die Dauer von mehr als acht Wochen freiliegt.2 Die Behandlung von BP-ONJ ist aus gesundheitsökonomischer Sicht ein relevanter Kostenfaktor. Die Therapie erfordert in vielen Fällen über einen prolongierten Zeitraum hinweg antiinfektiöse Maßnahmen, oft wiederholte chirurgische Eingriffe, teilweise größere Resektionen in ITN mit nachfolgendem stationärem Aufenthalt und in der Folge Maßnahmen zur Wiederherstellung der mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität bei vergleichsweise hoher Rezidivrate. Da es jedoch indiskutabel ist, eine streng indizierte notwendige und sinnvolle Bisphosphonatgabe aufgrund dieser Risiken nicht vorzunehmen, muss der Fokus auf ein frühzeitig und langfristig orientiertes Prophylaxekonzept zur Vermeidung von oralen Komplikationen gelegt werden. In diesem Kontext steht auch der dargestellte Fall einer zu Behandlungsbeginn 65-jährigen Patientin.
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